Bernd Schönborn für die Weltmeisterschaft nominiert
Biberach (schm) Nach einigen Anläufen, hat es der bei der Deutschen Post AG beschäftigte Bernd Schönborn geschafft. Nach einem Ausscheidungsschießen vom 06. bis 09. Mai d. J. in Pforzheim, wurde er vom Bundesvorderladerreferent Armin Franke (Ennetach), für die 24. Weltmeisterschaft, vom 15. bis 22. August 2010, in Fervenca Barcelos, Portugal nominiert. Mit ihm sind weitere zwanzig Sportschützen, für die div. Disziplinen im Aufgebot der Deutschen Nationalmannschaft. Bernd Schönborn fährt als erster Aktiver der SGi Biberach zu einer Weltmeisterschaft.
Entsprechend groß war die Freude bei ihm und seiner Frau Monika, welche ja ebenfalls den gleichen Sport aktiv ausübt.
Dabei begann alles vor dreißig Jahren. Als Schüler kam er mit seinem Vater Peter Schönborn zur Gilde. Kaum dass er das Luftgewehr halten konnte, zeigte sich sehr bald, dass er ein großes Potential hatte. Nach einiger Zeit versuchte er sich auch mit der Luftpistole. Bernd trainierte schon damals sehr fleißig, was er bis heute beibehalten hat. Mindestens dreimal in der Woche trainiert er auf der Anlage der SGi Biberach, welche ihm nach einem aufwendigen Umbau, nahezu optimale Bedingungen bietet. 1987 hat Bernd seine Liebe zu den Perkussionswaffen entdeckt und war damit auch schon mehrfach erfolgreich. 1999 gelang ihm bei der Deutschen Meisterschaft ein zweiter Platz mit der sehr schwer zu schießenden Steinschlosspistole und 2005 belegte er Rang drei mit dem Perkussionsrevolver. Auf Kreis- und Bezirksebene war er seither mehrmals erfolgreich.
In Portugal ist Bernd Schönborn in fünf Disziplinen startberechtigt. In den 25 Meterdisziplinen geht er mit Perk. Pistole Original, und Replika, Perk. – Revolver Replika und der Steinschlosspistole an den Start. Mit dem Luntenschlossgewehr beträgt die Distanz fünfzig Meter.
Nach internationalen Regeln sind je Disziplin dreizehn Wertungsschüsse abzugeben. Probeschüsse sind nicht erlaubt, dafür werden die drei schlechtesten Schüsse als Streichergebnis abgezogen. Einschließlich dem aufwendigen Ladevorgang, stehen jedem Schützen, dreißig Minuten für jede Disziplin zur Verfügung.
Für jede Waffe benötigt Bernd speziell angefertigte Rundkugeln, weil diese unterschiedliche Kaliber haben. Auch die Treibladung, Schwarzpulver Schweizer Nr. 2, muss auf jede Waffe abgestimmt sein und beträgt zwischen 18 bis 75 Grein. Bis zur Abfahrt nach Portugal, so sagte Bernd, wird er verstärkt trainieren um gut vorbereitet zu sein. Wir von der Schützengilde Biberach sind sehr stolz auf Bernd und wünschen ihm alle in die Zehn.
Einsender: Henry Schmiedel
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